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Rezension: de Nève, Dorothée/Olteanu, Tina [Hg.]: Politische Partizipation jenseits der Konventionen, Barbara Budrich, Opladen, Berlin & Toronto 2013.

Von veröffentlicht am 12.04.2014 10:45, Rubrik Rezensionen-Kritik

Das Buch argumentiert aus einem Krisenbewusstsein heraus. Attestiert wird eine „Krise konventioneller Partizipationsformen“ (S. 21). Damit ist eine Entwicklung beschrieben, die in der radikalen Demokratietheorie die Bezeichnung „Refeudalisierung“ (Maus 2011: 37) erhalten hat. Also die Vorstellung von einer Souveränität des Rechts und der Verfassung, die über der Souveränität des so genannten Volkes steht und damit die Aushandlungsprozesse der politischen Sphäre auf einen Automatismus der Macht umstellt, also ein beständiges Prozessieren über die politischen Subjekte hinweg. Die HerausgeberInnen dieses Bandes, interpretieren dieses Problem ein wenig anders und arbeiten auf der Grundlage eines Begriffs der sozialen Exklusion. Das Problem liegt für sie im Ausschluss bestimmter sozialer Gruppen von der Politik mittels informeller Exklusionsmechanismen. Dies betrifft vor allem jüngere Menschen, Frauen und formal von Staatsbürgerrechten Ausgeschlossene. Die Krise der Partizipation besteht also in der systemimmanenten Ignoranz gegenüber marginalisierten Positionen. Mithin sicherlich auch in einer „Krise der Öffentlichkeit“ (Imhof 2011), die sich über unkonventionelle Ventile wie Graffiti Ausgleich für die Selbstreferentialität und Redundanz ihres Repertoires politischer Kommunikation sucht.

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Das Tagebuch des Leuchtturmwärters

Von veröffentlicht am 03.03.2014 15:12, Rubrik literarisches

13. März
Der Wind hat nach Westen gedreht. Die Möwen, die Haubentaucher, Albatrosse sind ins Landesinnere geflogen. Heute Nacht kommt ein Sturm. Ich werde die Fenster vernageln.

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Vom Wanken der Utopie

Von veröffentlicht am 23.04.2012 08:49, Rubrik Rezensionen-Kritik

Rezension: Greven, Michael Th.: Systemopposition. Kontingenz, Ideologie und Utopie im politischen Denken der 1960er Jahre, Barbara Budrich, Opladen 2011.

Michael Greven beschreibt in seinem Buch das Phänomen der Systemopposition in den 1960er Jahren im Rahmen der Begriffe Kontingenz, Ideologie und Utopie. Alle drei sind selbst historische Kategorien einer Bewegung die, durch seine Beschreibung zeitgeschichtlich eingeordnet und damit protokollarisch wiedergegeben wird.

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Franz E. (Politikwissenschafter und Terrorexperte in Innsbruck)

Von veröffentlicht am 22.03.2012 06:53, Rubrik philosophisches-politisches

Oder: Warum offenbar nicht nur das Institut für Politikwissenschaft in Wien seine Personal-Politik überdenken sollte.

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Zum Todestag von Mary Shelley. Die Gegensätze des Lebens: Gedanken über "Frankenstein"

Von veröffentlicht am 06.02.2012 17:46, Rubrik literarisches

“Alas! Victor, when falsehood can look so like the truth, who can assure themeselves of certain happiness?”
Das Monster spricht die Grundlage des neuen Prometheus aus. In Mary Shelleys „Frankenstein“ geht es um eben dieses Verhältnis von Wahrheit und Glück und es wird so verhandelt als könne man die elementaren Gegensätze der Welt an diesem Unterschied festmachen.

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Kulturscherbe

Von veröffentlicht am 18.01.2012 10:06, Rubrik philosophisches-politisches

Die Unesco sorgt für Schutz.

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Besondere Lebenslage?/Richtig sparen!

Von veröffentlicht am 21.12.2011 12:50, Rubrik philosophisches-politisches

Die FPK in Kärnten streicht eine Weihnachtszuwendung für NS-Opfer. Diese muss von den 300 Betroffenen jetzt unter dem Titel “Hilfe in besonderen Lebenslagen” neu angesucht werden.

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Von der Unruhe in der Natur

Von veröffentlicht am 16.12.2011 19:48, Rubrik Rezensionen-Kritik

Rezension: Die Wetterhähne des Glücks und Die Totenkulterer von Kärnten. Zwei Litaneien, Klagenfurt 2011. [Verlag: Wieser]

„Wenn sich Jörg Haider am Vorabend seines Todes in eine andere Gesellschaft begeben hätte, würde er heute noch leben. Er hat nicht ahnen können, dass sein Sargnagel als steirischer Spazierstock, mit einem solargebräunten, abgegriffenen, rein-rassigen Bull-Terrier-Hundekopf am Knauf, neben ihm allzu lange als Speichellecker und Todesmensch daherstolziert ist, ihn schließlich in einer Schwulenbar auf die Palme, zum Saufen und Rasen gebracht hat, bis das ganze Blut abgespritzt ist vom Körper im Blechhaufen des VW Phaeton.“

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Oscar Wilde zum Geburtstag

Von veröffentlicht am 16.10.2011 12:18, Rubrik literarisches

Der Dandy und die Ästhetik der Uneindeutigkeit

Michel Foucault schreibt: „Im Wappen unserer Sexualität steht zuchtvoll, stumm scheinheilig die spröde Königin.“ (Foucault 1983: 11)
Während der Regierungszeit der Königin Victoria (1837-1901) befindet sich das Englische Empire auf dem Höhepunkt seiner Macht. Indien, China, Nordafrika, Australien, Kanada. Manchmal konnte es scheinen die ganze Welt gehöre der englischen Krone.

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Vom politischen Firmament

Von veröffentlicht am 02.10.2011 11:48, Rubrik Rezensionen-Kritik

„Der Schwache nur/Bedarf des Trugs, der Mächtige befiehlt.“ (Goethe: Mahomet)

Rezension des Buches: Timm, Bastian: Die Macht der Stars. Celebrities in der Weltpolitik, Opladen 2009.

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„The School must go on!!!“: Musiktheater als lehrreiche Unterhaltung

Von veröffentlicht am 29.09.2011 09:21, Rubrik Rezensionen-Kritik

Wir waren im Theater und wollen es gerne weiterempfehlen.
Möglichkeiten das Stück noch zu sehen:
30.9. Theater im Kino Arnfels
21.10. Stadttheater Bruck an der Leitha
11.9. Showact am Künstlermarkt Arnfels

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Der Fall Heidegger

Von veröffentlicht am 17.09.2011 17:34, Rubrik philosophisches-politisches

„Wenn es von den Hängen des Hochtals, darüber langsam die Herden ziehen, glockt und glockt […] Wälder lagern, Bäche stürzen, Felsen dauern, Regen rinnt, Fluren warten, Winde wehen, Segen sinnt.“ (Heidegger, Martin: Aus der Erfahrung des Denkens, Pfullingen 1954, 22/27)

Alles schreit hier Rückbesinnung. Das Idyll vergangener Zeiten wird nicht umsonst und nicht unabsichtlich beschworen. Heidegger spürt etwas im Fallen nach und liegt damit auf der Linie des Kulturpessimismus seiner Zeit. (Spengler usw.) Nichts Neues also. Eine gewöhnliche Position für einen Konservativen, Priesterseminaristen, Kleinbürger könnte man sagen. Weit gefehlt. Es ist viel mehr und doch viel weniger. Zunächst noch einmal voraus. Es handelt sich hier nicht um die Kritik einer Dummheit oder das Aufzeigen von Nachlässigkeiten. Heidegger ist ein brillanter Denker, ein großartiger Philosoph. Seine Wirkung ist bis heute unbestreitbar. Damit aber wiegen auch seine sicherlich beabsichtigten Verfehlungen umso schwerer.
Der Nachgeschmack, den die Offenbarung des Seins hinterlässt, ist das, was die Freude des Individuums an seiner Philosophie trüben muss.

Der schönen akademischen Linie des Aufsatzes vom geschätzten Kollegen Hofer ist weitgehend beizupflichten. Nur antwortet er nicht mit einer Widerlegung des Problems, das in meinem Versuch einer politischen Einordnung der Theorie aufgeworfen wurde. Er geht geschickterweise nur auf das ein, was sich innerhalb der akademischen Grenzen einer bestimmten Diskussion dazu klarstellen lässt. (Das schickt sich.) Das ist legitim und steht für sich als Antwort. Daher hier auch keine reine Replik, sondern der Versuch, die Widerlegung auf neue Weise zu provozieren.

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